Ein US-Car steht für Leistung, Sound und Charakter. Doch neben dem Kaufpreis spielen die laufenden Kosten eine entscheidende Rolle. Viele Interessenten fragen sich: Sind amerikanische Fahrzeuge im Unterhalt wirklich teurer als europäische Modelle? In diesem Beitrag bekommst du einen realistischen Überblick über die Unterhaltskosten eines US-Cars – inklusive Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und typischer Betriebskosten.

Die Versicherung eines US-Cars hängt stark vom Modell, Motorisierung, Fahreralter und Schadenfreiheitsklasse ab. Grundsätzlich gilt: Leistungsstarke V8-Modelle liegen höher als V6- oder EcoBoost-Varianten.
Typische Richtwerte pro Jahr:
Haftpflicht: ca. 600 bis 1.200 Euro
Teilkasko: ca. 800 bis 1.500 Euro
Vollkasko: ca. 1.200 bis 2.500 Euro
Pick-ups wie der RAM 1500 können je nach Nutzung auch als Nutzfahrzeug eingestuft werden, was sich positiv auf die Beiträge auswirken kann. Oldtimer mit H-Kennzeichen profitieren häufig von speziellen und günstigeren Tarifen.
Entscheidend ist, dass das Fahrzeug korrekt eingestuft und technisch sauber umgerüstet ist.
Die Kfz-Steuer wird in Deutschland auf Basis von Hubraum und CO2-Ausstoß berechnet. Gerade großvolumige Motoren können hier höhere Kosten verursachen.
Beispiele:
V6-Modelle: etwa 250 bis 450 Euro jährlich
V8-Modelle: etwa 400 bis 700 Euro jährlich
Pick-ups mit Lkw-Zulassung: teilweise günstiger durch andere Berechnung
Besitzt das Fahrzeug ein H-Kennzeichen, fällt eine pauschale Steuer von aktuell 191 Euro pro Jahr an – unabhängig vom Hubraum. Das macht klassische US-Cars im Unterhalt oft überraschend attraktiv.
Ein häufiger Irrtum ist, dass Wartung und Ersatzteile für US-Cars schwer verfügbar oder extrem teuer seien. Bei gängigen Modellen wie Mustang, Challenger, RAM oder Wrangler ist die Ersatzteillage in Deutschland sehr gut.
Typische Wartungskosten:
Ölwechsel: 200 bis 400 Euro
Bremsen komplett: 600 bis 1.200 Euro
Inspektion: 300 bis 800 Euro
Größere Motoren benötigen mehr Öl und teilweise größere Bauteile, was Wartung etwas teurer macht als bei Kleinwagen. Im Vergleich zu deutschen Premiumfahrzeugen bewegen sich viele US-Modelle jedoch auf ähnlichem Niveau.
Der Verbrauch hängt stark von Motorisierung und Fahrweise ab. Moderne V6- oder Turbo-Modelle sind deutlich effizienter als ihr Ruf.
Durchschnittswerte:
V6-Modelle: 9 bis 12 Liter pro 100 km
V8-Modelle: 11 bis 15 Liter pro 100 km
Große SUVs oder Pick-ups: 12 bis 16 Liter pro 100 km
Bei moderater Fahrweise sind die Werte durchaus alltagstauglich. Wer viel Langstrecke fährt, profitiert von entspanntem Cruisen bei niedriger Drehzahl.
Ein wichtiger Faktor bei den Unterhaltskosten ist der Wertverlust. Viele US-Cars sind wertstabiler als erwartet. Besonders gefragt sind:
Ford Mustang
Dodge Challenger
RAM 1500
Jeep Wrangler
Fahrzeuge mit sauberer Historie, Unfallfreiheit und guter Pflege verlieren deutlich weniger an Wert als vergleichbare Modelle anderer Marken.
Die jährlichen Unterhaltskosten eines US-Cars setzen sich aus folgenden Faktoren zusammen:
Versicherung
Kfz-Steuer
Wartung
Kraftstoff
eventuelle Reparaturen
Je nach Modell und Nutzung bewegen sich die laufenden Kosten realistisch zwischen 3.000 und 6.000 Euro pro Jahr. Leistungsstarke V8-Modelle oder große SUVs können darüber liegen, während V6-Varianten günstiger sind.
US-Cars sind im Unterhalt nicht automatisch teuer. Wer realistisch plant und das passende Modell wählt, erhält ein Fahrzeug mit Charakter und kalkulierbaren Betriebskosten. Versicherung, Steuer und Wartung bewegen sich bei vielen Modellen auf dem Niveau deutscher Mittel- oder Oberklassefahrzeuge.
Entscheidend ist eine saubere Fahrzeughistorie, professionelle Umrüstung und regelmäßige Wartung. Dann steht dem Fahrspaß im Alltag nichts im Weg.