Wer ein US-Car in Deutschland fahren möchte, sollte sich frühzeitig mit der Kfz-Steuer beschäftigen. Gerade großvolumige Motoren wie V6 oder V8 sorgen oft für Unsicherheit. Wie hoch ist die Steuer wirklich? Wird sie nach Hubraum oder CO2 berechnet? Und gibt es Unterschiede bei Pick-ups oder Oldtimern? In diesem Beitrag erfährst du, wie sich die Kfz-Steuer für US-Cars zusammensetzt und mit welchen realistischen Kosten du rechnen musst.

Für Pkw erfolgt die Berechnung der Kfz-Steuer auf Basis von zwei Faktoren:
Hubraum
CO2-Ausstoß
Je größer der Motor und je höher der CO2-Wert, desto höher fällt die Steuer aus. Bei US-Fahrzeugen mit leistungsstarken Motoren wirkt sich das entsprechend aus.
Die Berechnung setzt sich zusammen aus:
einem festen Betrag pro 100 Kubikzentimeter Hubraum
einem zusätzlichen Betrag pro Gramm CO2 über dem Freibetrag
Damit du ein realistisches Gefühl bekommst, hier grobe Richtwerte für beliebte US-Cars:
Ford Mustang V8
ca. 400 bis 600 Euro pro Jahr
Dodge Challenger V8
ca. 450 bis 650 Euro pro Jahr
Chevrolet Camaro V8
ca. 400 bis 600 Euro pro Jahr
RAM 1500 V8
je nach Einstufung etwa 350 bis 650 Euro pro Jahr
V6-Modelle liegen meist zwischen 250 und 450 Euro jährlich.
Die genauen Beträge hängen vom Baujahr, der Abgaseinstufung und der offiziellen CO2-Angabe im Fahrzeugschein ab.
Pick-ups wie der RAM 1500 können unter bestimmten Voraussetzungen als Lkw zugelassen werden. In diesem Fall wird die Steuer nicht nach CO2, sondern nach zulässigem Gesamtgewicht berechnet.
Das kann die Steuerlast deutlich reduzieren, ist jedoch abhängig von:
Fahrzeugkonfiguration
Zulassungsart
tatsächlicher Nutzung
Eine individuelle Prüfung lohnt sich hier besonders.
US-Oldtimer ab 30 Jahren können mit einem H-Kennzeichen zugelassen werden. In diesem Fall fällt eine pauschale Kfz-Steuer von aktuell 191 Euro pro Jahr an.
Das macht klassische Muscle Cars oder ältere Pick-ups trotz großem Hubraum im Unterhalt oft überraschend attraktiv.
Moderne US-Cars mit Euro 5 oder Euro 6 Einstufung profitieren von geringeren CO2-Zuschlägen. Fahrzeuge ohne klare Einstufung können höhere Werte aufweisen.
Wichtig ist daher:
saubere technische Umrüstung
korrekte Eintragung der Abgaswerte
vollständige Dokumentation bei der Zulassung
Je besser die Einstufung, desto geringer die Steuerlast.
Im Vergleich zu deutschen Performance-Fahrzeugen mit ähnlicher Leistung bewegen sich viele US-Cars auf einem vergleichbaren Niveau. Ein V8 ist kein Schnäppchen in der Steuer, aber auch kein Ausreißer im Oberklasse-Segment.
Wer bewusst ein leistungsstarkes Fahrzeug fährt, sollte die Steuer realistisch einkalkulieren. Gleichzeitig relativieren sich die Kosten oft durch Wertstabilität und Fahrspaß.
Die Kfz-Steuer für US-Cars ist kalkulierbar und hängt stark vom Modell, Baujahr und der Zulassungsart ab. V8-Modelle liegen höher als V6-Varianten, Pick-ups können steuerlich anders bewertet werden und Oldtimer profitieren vom H-Kennzeichen.
Mit transparenter Beratung und sauberer Zulassung lassen sich die tatsächlichen Kosten im Vorfeld klar berechnen.