Beim Kauf eines gebrauchten US-Cars sorgt eine Zahl häufig für Unsicherheit: der Kilometerstand. Gerade Fahrzeuge aus den USA werden oft über lange Distanzen bewegt und können deshalb eine höhere Laufleistung aufweisen. Doch bedeutet ein hoher Kilometerstand automatisch, dass Mustang, RAM, Jeep oder Dodge keine gute Wahl mehr sind?
Nicht unbedingt. Bei einem gebrauchten US-Car sind Fahrzeughistorie, Wartung und technischer Zustand häufig entscheidender als die Laufleistung allein. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest.

In den USA gehören weite Strecken zum Alltag. Viele Fahrzeuge verbringen einen großen Teil ihrer Laufleistung auf Highways. Eine hohe Laufleistung muss deshalb nicht zwangsläufig mit außergewöhnlich hohem Verschleiß verbunden sein.
Entscheidend ist vielmehr, wie das Fahrzeug genutzt und gepflegt wurde.
Ein regelmäßig gewartetes Fahrzeug mit nachvollziehbarer Historie kann trotz höherer Laufleistung die bessere Wahl sein als ein vermeintliches Schnäppchen mit niedrigem Kilometerstand und ungeklärter Vergangenheit.
Bei einem US-Import solltest du zunächst darauf achten, in welcher Einheit die Laufleistung angegeben wird. Amerikanische Fahrzeuge dokumentieren diese üblicherweise in Meilen.
Eine Meile entspricht ungefähr 1,609 Kilometern.
50.000 Meilen entsprechen beispielsweise rund 80.000 Kilometern. Deshalb sollten Angaben aus amerikanischen Fahrzeugunterlagen nicht einfach als Kilometerwerte interpretiert werden.
Bei der Prüfung der Historie sollte außerdem nachvollziehbar sein, wie sich die Laufleistung über die Jahre entwickelt hat.
Der Kilometerstand ist nur eine einzelne Kennzahl. Wesentlich aussagekräftiger wird er zusammen mit der Historie des Fahrzeugs.
Vor dem Kauf solltest du unter anderem folgende Punkte prüfen:
Unstimmigkeiten zwischen verschiedenen Kilometer beziehungsweise Meilenständen sollten vor dem Kauf geklärt werden.
Ein Fahrzeug mit geringer Laufleistung ist nicht automatisch ein gutes Fahrzeug. Lange Standzeiten und mangelnde Wartung können ebenfalls Probleme verursachen.
Bei einem Fahrzeug mit höherer Laufleistung solltest du insbesondere darauf achten, ob wichtige Wartungsarbeiten regelmäßig durchgeführt wurden.
Dazu gehören beispielsweise:
Eine nachvollziehbare Wartungshistorie schafft hier deutlich mehr Sicherheit.
Viele amerikanische Fahrzeuge sind auf lange Strecken und eine robuste Nutzung ausgelegt. Besonders Pick-ups, SUVs und große Reisefahrzeuge werden in den USA häufig über viele Jahre genutzt.
Interessant können beispielsweise Modelle aus den Bereichen sein:
Ob ein konkretes Fahrzeug empfehlenswert ist, sollte jedoch immer individuell anhand von Zustand und Historie beurteilt werden.
Auch ein außergewöhnlich niedriger Kilometerstand sollte nicht ungeprüft als Vorteil betrachtet werden.
Gerade bei importierten Gebrauchtwagen lohnt sich ein genauer Blick auf die dokumentierte Historie. Stimmen ältere Kilometer beziehungsweise Meilenangaben nicht mit dem aktuellen Stand überein, sollte die Ursache vor dem Kauf geklärt werden.
Ein VIN-Check kann dabei wichtige Informationen zur bisherigen Laufleistung liefern.
Neben den Unterlagen zählt der tatsächliche Zustand des Fahrzeugs.
Während einer Probefahrt solltest du beispielsweise auf Folgendes achten:
Bei Unsicherheit ist eine fachkundige technische Prüfung sinnvoll.
Ja. Fahrzeuge mit höherem Kilometerstand können einen attraktiven Einstieg in die Welt der US-Cars ermöglichen.
Entscheidend ist allerdings das Gesamtpaket. Ein günstiger Kaufpreis hilft wenig, wenn unmittelbar danach umfangreiche Reparaturen notwendig werden.
Deshalb sollten Kaufpreis, Wartungszustand, Historie und absehbare Folgekosten gemeinsam betrachtet werden.
Eine höhere Laufleistung ist bei einem US-Car nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. Viel wichtiger sind ein nachvollziehbarer Fahrzeuglebenslauf, regelmäßige Wartung und ein guter technischer Zustand.
Wer diese Faktoren sorgfältig prüft, kann auch bei einem US-Car mit höherer Laufleistung ein interessantes Fahrzeug finden.
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